Den Klimakollaps bekämpfen: Bibiane Benadio bei der NABU-Station

SPD-Kandidierende für den Landtag aus Münster und Warendorf besuchen die NABU-Naturschutzstation Münsterland

Münster. Am Dienstag den 5.4. besuchten drei Kandidierende der SPD, Bibiane Benadio (Münster I/Steinfurt IV), Thomas Kollmann (Münster III/Coesfeld III) und Ralf Pomberg (Warendorf I) die NABU-Naturschutzstation Münsterland. Im Gespräch wurde neben der Vorstellung der Arbeit der Naturschutzstation auch gezeigt: ein Umdenken der Politik muss jetzt stattfinden, um den Klima- sowie Biodiversitätskollaps noch zu verhindern.

„Natur verbindet“

Am Dienstag den 5.4. haben sich die Kandidierenden der SPD aus Münster und Warendorf Bibiane Benadio (Münster I/Steinfurt IV), Thomas Kollmann (Münster III/Coesfeld III) und Ralf Pomberg (Warendorf I) mit der NABU-Naturschutzstation Münsterland getroffen. Für den NABU haben Geschäftsführerin Dr. Britta Linnemann und Geschäftsführer Dr. Christian Göcking, sowie Kristian Lilje, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Experte für Landwirtschaft und Artenschutz, am Austausch mit den Kandidierenden teilgenommen. Zunächst hat Frau Dr. Linnemann in die Arbeit der Naturschutzstation eingeführt. Das besondere ist der Fokus auf die Umweltbildung, so soll schon von klein auf ein Bewusstsein für den Umgang und die Auswirkungen auf die Umwelt geschaffen werden. Auch die gute Kooperation mit dem benachbarten Seniorenpflegeheim der Alexianer zeigt wie „Natur Menschen verbindet“ so Britta Linnemann. Im gemeinschaftlichen Garten können Kinder mit den Einwohner*innen generationsübergreifend die Natur spielend kennenlernen. Bibiane Benadio, selbst gelernte Krankenschwester und Pflegedienstleitung, lobt dieses Projekt ausdrücklich: „nur gemeinsam können wir den Klimakollaps verhindern, ich würde mir solche Projekte in ganz NRW wünschen!“

Die Politik muss jetzt handeln

Neben der Einführung in die Arbeit vor Ort wurde auch der besorgniserregende Weltklimarat-Bericht besprochen. Kristian Lilje findet drastische Worte „Was aktuell passiert und gefördert wird ist nichts außer Symbolpolitik! Es bringt doch nichts, anstatt mit 180 jetzt mit 80 gegen die Wand zu fahren, wir müssen die uns verbleibende Zeit besser nutzen.“ Insbesondere die Biogasförderung der schwarz-gelben Landesregierung ist ein Problem. Er rechnet vor, dass 2 ha Photovoltaik Anlagen die gleiche Energie produzieren wie 100 ha Biogas. Dr. Göcking ergänzt, dass „die vorhandene Fläche einfach besser genutzt werden muss. Im Regierungsbezirk Münster nutzen wir ca. 30% der landwirtschaftlichen Fläche für Biogas, wenn wir diese effizient Nutzen, können wir auch Platz für den Erhalt der Biodiversität finden.“ Auch mit Blick auf die Biodiversität ist die Arbeit der Landesregierung „nicht mehr als Augenwischerei“ urteilt Ralf Pomberg nach dem Gespräch, „Verlässlichkeit war noch nie die Stärke von CDU und FDP, aber wir brauchen eine zuverlässige Politik in Düsseldorf!“, so der Kandidat für Warendorf I.  „Wir müssen viel mehr tun! Große und auch kleine Schritte sind gefragt, zu denen wir als SPD im Regierungsprogramm und auch jeder einzelne seinen Beitrag leisten kann“ resümiert Thomas Kollmann den Austausch. Alle drei sind sich einig, dass ein Kurswechsel in der Politik unabdingbar ist. Nur wenn die Politik es schafft, weiter als die nächste Wahl zu denken, kann etwas bewegt werden. Jeder einzelne muss mitgenommen werden, nur so kann was bewirkt werden.